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Kostenloser Online-Sequenzgedächtnis-Test

Messen Sie Ihr visuell-räumliches Arbeitsgedächtnis mit diesem Online-Tool, das auf dem klassischen Corsi-Block-Tapping-Test basiert. Beobachten Sie die Sequenz, merken Sie sich das Muster und bringen Sie Ihr Gedächtnis an seine Grenzen.

Progressive Stufen
Von 1 Quadrat bis unbegrenzt
7±2 Gedächtnisspanne
Millers Gesetz als Referenzwert
Komplett kostenlos
Keine Anmeldung, lokale Datenspeicherung

Sequenzgedächtnis-Test

Merken und wiederholen Sie das Muster der Quadrate

Modus wählen

So funktioniert es

1

Beobachten

Quadrate leuchten nacheinander in einer bestimmten Reihenfolge auf. Konzentrieren Sie sich auf jede Position.

2

Merken

Prägen Sie sich die vollständige Reihenfolge der aufleuchtenden Quadrate ein. Versuchen Sie, sie in kleinere Gruppen zu unterteilen.

3

Wiedergeben

Klicken Sie die Quadrate in exakt derselben Reihenfolge, um die eben gesehene Sequenz nachzubilden.

4

Aufsteigen

Jede Stufe fügt der Sequenz ein weiteres Quadrat hinzu und fordert Sie zunehmend heraus.

Testfunktionen

Progressive Schwierigkeit

Beginnend mit 1 Quadrat kommt pro Stufe eines hinzu und fordert Ihre Gedächtnisgrenze kontinuierlich heraus

Wissenschaftliche Bewertung

Basierend auf dem Corsi-Block-Tapping-Test, einem weltweit in der Kognitionsforschung eingesetzten Paradigma

Geräteübergreifend

Funktioniert nahtlos auf Desktop, Tablet und Mobilgeräten — testen Sie jederzeit und überall

Datenschutz an erster Stelle

Keine Registrierung erforderlich. Alle Daten verbleiben im lokalen Speicher Ihres Browsers

Fortschrittsverfolgung

Vollständiger Verlauf mit visuellen Trends, die Ihre Gedächtnisverbesserung im Zeitverlauf zeigen

Sofortiges Feedback

Unmittelbare Richtig-/Falsch-Rückmeldung bei jeder Eingabe zeigt Ihr tatsächliches Leistungsniveau

Über das Sequenzgedächtnis

Was ist Sequenzgedächtnis?

Das Sequenzgedächtnis ist ein wesentlicher Bestandteil des Arbeitsgedächtnisses — die Fähigkeit des Gehirns, geordnete Informationen vorübergehend zu speichern und zu verarbeiten. Anders als beim bloßen Merken einer Menge von Elementen erfordert das Sequenzgedächtnis, sich sowohl „was" als auch „in welcher Reihenfolge" zu merken, was es zu einer komplexeren kognitiven Leistung macht.

Dieser Test orientiert sich am Corsi-Block-Tapping-Test, der 1972 vom italienischen Neuropsychologen Philip Corsi entwickelt wurde. Er zählt zu den meistverwendeten visuell-räumlichen Gedächtnistests in der Neuropsychologie und wird als „die wichtigste nonverbale Aufgabe in der neuropsychologischen Forschung" beschrieben.

Im Alltag begegnet uns das Sequenzgedächtnis überall: beim Merken von Telefonnummern in der richtigen Reihenfolge, beim Befolgen mehrstufiger Navigationsanweisungen, beim Erlernen einer Tanzchoreografie oder beim Spielen von Noten nach einer Partitur — all dies beruht auf unserer Fähigkeit, geordnete Abfolgen zu verarbeiten und abzurufen.

Wissenschaftliche Grundlagen

Millers Gesetz (7±2)

1956 entdeckte der Kognitionspsychologe George Miller, dass die Kapazität des menschlichen Kurzzeitgedächtnisses bei durchschnittlich 7 Elementen (±2) liegt. Als „Die magische Zahl Sieben" bekannt, gehört dieses Ergebnis zu den einflussreichsten Erkenntnissen der Gedächtnisforschung. Die zentrale Einsicht: Kapazität wird in „Chunks" gemessen, nicht in einzelnen Informationseinheiten.

Baddeleys Arbeitsgedächtnismodell

Das 1974 von Alan Baddeley vorgestellte Modell unterscheidet vier Kernkomponenten: die zentrale Exekutive, die phonologische Schleife, den visuell-räumlichen Notizblock und den episodischen Puffer. Sequenzgedächtnistests beanspruchen vor allem den visuell-räumlichen Notizblock (Verarbeitung räumlicher Positionen) und die zentrale Exekutive (Koordination der Aufmerksamkeitsressourcen).

Chunking-Strategie

Das Gruppieren von Informationen in bedeutungsvolle „Chunks" kann die Gedächtniskapazität erheblich erweitern. Beispielsweise ist es wesentlich effizienter, sich eine Telefonnummer in Dreier- und Vierergruppen zu merken als Ziffer für Ziffer. Durch Chunking konnten Gedächtnisexperten nachweislich Sequenzen von über 80 Ziffern abrufen.

Individuelle Unterschiede

Die Sequenzgedächtnisleistung wird von Alter, Bildungsniveau, Aufmerksamkeitskontrolle und kognitivem Training beeinflusst. Die Gedächtnisspanne von Kindern steigt ab dem 7. Lebensjahr linear an, stabilisiert sich etwa mit 14 Jahren und beginnt nach dem 55. Lebensjahr merklich abzunehmen.

Beteiligte Hirnregionen

Bildgebende Verfahren zeigen, dass Sequenzgedächtnisaufgaben ein koordiniertes Netzwerk wichtiger Hirnareale aktivieren:

PFC

Präfrontaler Kortex

Die Kernregion des Arbeitsgedächtnisses, zuständig für das aktive Aufrechterhalten und Verarbeiten räumlicher Informationen. Zeigt während Sequenzaufgaben anhaltende Verzögerungsaktivität und kodiert prospektive Handlungsinformationen.

PPC

Posteriorer Parietalkortex

Verarbeitet retrospektive sensorische Informationen und wandelt visuelle Eingaben in räumliche Repräsentationen um. Arbeitet über die parieto-präfrontale Verbindung mit dem präfrontalen Kortex zusammen, um das räumliche Arbeitsgedächtnis zu unterstützen.

PMC

Prämotorischer Kortex

Beteiligt an der visuell gesteuerten Bewegungsplanung und spielt eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung gespeicherter räumlicher Informationen in Klickaktionen.

Anwendungsgebiete

Kognitionspsychologische Forschung

Untersuchung von Aufmerksamkeitsmechanismen, Arbeitsgedächtniskapazitätsgrenzen und Informationsverarbeitungsmodellen — ein grundlegendes Messinstrument der Kognitionswissenschaft.

Klinische neurologische Diagnostik

Einsatz beim Screening auf ADHS, Alzheimer und andere kognitive Störungen. Studien zeigen, dass ADHS-Patienten ein signifikant niedrigeres visuell-räumliches Arbeitsgedächtnis aufweisen als Kontrollpersonen.

Pädagogische Diagnostik

Das Arbeitsgedächtnis ist ein zentraler Prädiktor für mathematische Kompetenz, Leseverständnis und Problemlösefähigkeit und hilft Pädagogen bei der Entwicklung individueller Förderpläne.

Berufliche Eignungstests

Kognitives Screening für anspruchsvolle Berufe wie Flugsicherung, Chirurgie und Finanzhandel, in denen ein belastbares Arbeitsgedächtnis entscheidend ist.

Sequenzgedächtnis im Alltag

Telefonnummern & PINs

Sich die Ziffernreihenfolge von Telefonnummern, Bank-PINs und Bestätigungscodes merken

Autofahren & Navigation

Wegbeschreibungen befolgen: an der zweiten Kreuzung links, 500 m weiter, dann rechts abbiegen

Musik & Tanz

Noten in der richtigen Reihenfolge nach einer Partitur spielen oder Choreografieabläufe einprägen

Programmierung & Beruf

Sich Codelogik-Ketten, Arbeitsabläufe und mehrstufige Aufgabensequenzen merken

Kochen & Handwerk

Rezeptschritte oder Montageanleitungen in der richtigen Reihenfolge befolgen

Lernen & Prüfungen

Historische Zeitabläufe, chemische Reaktionsschritte und mathematische Beweisketten einprägen

Tipps zur Verbesserung

In Gruppen aufteilen

Unterteilen Sie lange Sequenzen in Gruppen von 3–4, ähnlich wie beim Merken einer Telefonnummer in Abschnitten. Das reduziert die Arbeitsgedächtnisbelastung erheblich.

Verbalisieren

Beschreiben Sie die Positionen der Quadrate innerlich („oben links, Mitte, unten rechts"), um sowohl visuelles als auch auditives Gedächtnis für eine stärkere Kodierung zu nutzen.

Einen Pfad zeichnen

Stellen Sie sich vor, die aufleuchtenden Quadrate mit einer Linie zu verbinden und so eine Bewegungsbahn im Geist zu erzeugen. Visuelle Pfade lassen sich leichter abrufen als einzelne Punkte.

Regelmäßig üben

Schon 10–15 Minuten gezieltes tägliches Training können innerhalb weniger Wochen spürbare Fortschritte bringen. Ausreichend Schlaf und moderate Bewegung unterstützen zusätzlich das Arbeitsgedächtnis.

Leistungsstufen

Referenzwerte für das Sequenzgedächtnis auf Basis kognitionswissenschaftlicher Forschung

11+
Herausragend
8-10
Überdurchschnittlich
6-7
Durchschnittlich
4-5
Unterdurchschnittlich
<4
Übungsbedarf

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zum Sequenzgedächtnis-Test

Wichtiger Hinweis

Dieser Sequenzgedächtnis-Test dient ausschließlich Bildungs- und Unterhaltungszwecken. Ergebnisse können durch Müdigkeit, Umgebungsablenkungen und Geräteunterschiede variieren und sollten nicht als diagnostisches Instrument für kognitive Störungen verwendet werden. Wenn Sie Bedenken bezüglich Ihrer Gedächtnisleistung haben, wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Neuropsychologen für eine klinische Beurteilung.

Bringen Sie Ihr Gedächtnis an seine Grenzen

Testen Sie Ihr visuell-räumliches Arbeitsgedächtnis und verfolgen Sie jeden Fortschritt

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